DER TTOUCH
 

Wie wirkt der TTouch?
Der TTouch wirkt auf das Nervensystem und aktiviert die Zellintelligenz positiv. Der TTouch weckt das Bewusstsein bei Mensch und Tier und erhöht die Konzentration und die Lernbereitschaft. Die Pferde lernen so ihren Fluchtinstinkt zu überwinden und Vertrauen aufzubauen. Der TTouch kann helfen Verspannungen zu lösen, Stress und Angst zu reduzieren und Vertrauen, Selbstkontrolle, Ausgeglichenheit und Sicherheit zu fördern. Der TTouch wird auch zur schnelleren Heilung und Genesung nach Verletzungen und Krankheiten bei allen Tieren, nicht nur bei Pferden, und beim Reiter eingesetzt. Der TTouch stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier und ist eine nonverbale Sprache, die jederzeit, in jeder Situation angewendet werden kann.

Wie wird der TTouch ausgeführt?
Mit den Händen auf der Haut oder mit dem Fell und der Mähne des Tieres. Leichtes, kreisförmiges Verschieben (11/4 Kreis) oder Anheben der Haut mit der Hand im Uhrzeigersinn oder manchmal auch gegen den Uhrzeigersinn. Durch gezielte Atmung wird der TTouch unterstützt. Unterschiedliche Druckstärken und verschiedene Grifftechniken bewirken Anregung oder Entspannung von Körper und Seele und entwickeln Bewusstheit und Körpergefühl.

Wo wird der TTouch gemacht?
Am ganzen Körper des Pferdes. Um bestimmte Verhaltensmuster aufzulösen, Heilungsprozesse zu unterstützen oder in Notfällen bei z.B. Schock oder Kolik wendet man bestimmte TTouches gezielt an bestimmten Körperteilen an z. B. Ohren, Maul und Beinen.

Wann wird der TTouch angewendet?
Mit jedem TTouch wende ich mich meinem Pferd positiv zu und habe die Möglichkeit mir und meinem Tier etwas Gutes zu tun. Der TTouch wird weiterhin bei Verhaltensauffälligkeiten, zur Unterstützung des Wohlbefindens und des Lernvermögen, zum Abbau von Stress und Angst, zur Unterstützung eines Heilungsprozesses und zur Aufmunterung eingesetzt. Der TTouch kann vor und nach dem Reiten gemacht werden, beim Tierarzt und Hufschmied, vor während und nach Turnierveranstaltungen, auf der Weide ... also immer dann, wenn ich Zeit mit meinem Pferd verbringe.

Die Druckstärken
Die Druckstärken beim TTouch sind in eine Skala von 1 bis 9 gegliedert. Um die Druckstärke 1 zu spüren, schließt man die Augen und legt Zeige- und Mittelfinger sacht auf das geschlossene Augenlied, der Daumen ruht auf der Wange. Nun versucht man, ohne aktiv Druck auf Auge und Lid auszuüben, die Haut des Augenlides in einem kleinen 11/4 Kreis zu verschieben. Diese Druckstärke merken und mehrere kleine 11/4 Kreise derselben Stärke am Unterarm ausführen. Um die Druckstärke 3 zu fühlen, wieder Auge schließen, Daumen auf die Wange legen, Zeige- und Mittelfinger machen einen kleinen 1 1/4 Kreis auf dem Augenlid so fest wie möglich ohne dass der Druck unangenehm ist und das Auge nicht verletzt der gedrückt wird. Diese Druckstärke wieder auf dem Unterarm wiederholen und die entstandene Hautdelle am Arm beobachten. Diese Druckstärke auf dem Unterarm verdoppelt ergibt Stärke 6.

Ausführliche Beschreibungen und anschauliche Zeichnungen, sowie Erklärungen zur Wirkungsweise der verschiedenen TTouches und spannende Fallgeschichten sind in den zahlreichen Büchern und Videos von Linda Tellington-Jones zu finden.

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